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Sketchnotes Tanja #1

essential 8

Ich betreibe Sketchnotes seit ca. 2-3 Jahren. Genau kann ich das nicht mehr nachvollziehen. Ich weiß noch, dass ich vor ungefähr zwei Jahren in Zagreb bei einem Vortrag der Burnout-Expertin Christina Maslach, das erste Mal so gezeichnet habe, dass es hinterher nicht nur von mir benutzt werden konnte. Aber auch davor habe ich schon reichlich Mindmaps gebastelt. Dann bin ich auf Graphic Facilitating gestossen (zunächst über die Kommunikationslotsen, die, die sensationellen Bikablos von Neuland gebaut haben) und anschließend bin ich auf Amerika und die vielen guten Leute dort aufmerksam geworden. Amerika ist da soviel weiter und fortschrittlicher, dass ich inzwischen nur noch Literatur auf Englisch lese.

Graphic Facilitating ist quasi das gleiche wie Sketchnotes nur in groß. Während Sketchnotes in der Größe meistens über DIN A4 nicht hinausgehen, kann die Arbeit eines Graphic Facilitators mehrere Quadratmeter umfassen und ist daher besonders gut für Veranstaltungen, bei denen man gleich die Ergebnisse des “visuellen Protokolls” mit in die Veranstaltung integrieren möchte. Ich habe das bislang einmal gemacht mit sensationell positivem Feedback und anschließendem Muskelkater in der Schulter (6 Metaplanwände, die höher sind als man selbst, an einem Vormittag zu bemalen ist doch etwas anstrengender als 6 DIN A4 Blätter).  Die auch in Deutschland bekannteste Vertreterin der großen Variante ist wahrscheinlich Brandy Agerbeck, die auf ihrer Seite Loosetooth.com bereits viel bietet, inzwischen aber auch Bücher zum Thema veröffentlicht.

Der Guru der Sketchnoter ist sicherlich Mike Rohde, der Gründer der sketchnote army, bekannt ist aber auch Eva-Lotta Lamm, eine Deutsche, die inzwischen Userinterface Designerin bei Google in London ist.

Und dann gibt es wahrscheinlich inzwischen tausend Leute, wie mich, die irgendwann (bei mir war das in Studententagen) gedacht haben: “Wofür schreib ich eigentlich bei dieser Vorlesung mit?” Nachhaltig waren dieses eliptischen Sätze und fragmentarischen Kommentare nämlich bei mir nie und auch wenn ganze Wälder gerodet wurden, um die Tonnen von Papier herzustellen, die ich während meines Studiums beschrieben habe, konnte ich 99% davon nach wenigen Wochen in den Altpapierkontainer übergeben, weil sich selbst mir nicht mehr erschloss, was dort genau stand. So kamen nach und nach Kürzel, Symbole und in erster Linie Pfeile dazu, die nach und nach Ordnung in das Chaos brachten und zunehmend, lange ausgeschriebene Sätze überflüssig machten und die Nachhaltigkeit nahm stetig zu. Heute bin ich noch lange nicht fertig mit meiner Formensprache, aber ich bin auf einem guten Weg und die vielen Sketchnotes, die ich seitdem gemacht habe, nutze ich immer wieder um mir Gedankengänge nochmal vor Augen zu führen und mich zu erinnern, welche Ideen und Prozesse es gab. Heute beginne ich damit meine Sketchnotes hier zu veröffentlichen, was mich zu der Idee brachte mit etwas Grundlegendem zu beginnen. Denn die Frage, die meistens als erstes ertönt ist: Kann ich das auch lernen? Und die Antwort ist ganz klar: JA! Als ersten Schritt gibt es daher heute die Essential 8 von Brandy Agerbeck.

Zum Üben eigenet sich alles: Buch, Artikel, Videovortrag, Fernsehsendung, Podcast …  Nur los

wie heißt es so schön.

IF YOU NEVER TRY – YOU WILL NEVER KNOW!