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Sketchnotes Materialien #2 Filzstifte

Filzstifte

Ihr werdet staunen wie gut Zeichnungen aussehen, wenn man nur ein bißchen Farbe einsetzt. Das kann sowohl eine bunte Mischung sein, als auch Farben einer Gruppe (z.B. nur Blautöne oder nur Blau, Grün und Türkis)

Ganz wichtig finde ich einen hellgrauen Filzstift um Schatten zu setzen. Dazu aber mehr, wenn wir uns nach der Materialvorstellung ein wenig mit Techniken beschäftigen werden.

Stabilo PEN 68

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Da habe ich nicht lange probieren müssen, denn wie schon bei den Finelinern überzeugt mich hier Preis und Farbauswahl. Es gibt 40-50 Farben und das Set mit 40 Farben kostet beispielsweise ca. 28 Euro. Was mich besonders begeistert ist die Anzahl an verschiedenen Grautönen, denn ich produziere auch öfters Sketchnotes, die ich kopieren muss und allein 4 verschiedene Abstufungen von Grau sind da wirklich super hilfreich, ebenso natürlich für die bereits erwähnten Schatten. Außerdem gibt es sehr helle Farbvarianten, die sehr gut geeignet sind ein wenig Farbe ins Spiel zu bringen, aber nicht alles gleich in ein knallbuntes Etwas umzuwandeln.

Und hier noch mal die Stabilo Fineliner von letzter Woche im Vergleich zu den Filzstiften.

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Daneben gibt es noch zwei Arten, die ich erwähnen will, die aber auch neben einigen Vorteilen ein paar Nachteile mit sich bringen.

Copic-Marker

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Copic ist DIE Marke für Graphic-Marker, es gibt aber auch einige günstigere (wobei die immer noch teuer sind) Alternativen. Vorteil ist die ansatzlose Übermalbarkeit. Wenn man mit einem normalen Filzstift eine Fläche füllt sieht man immer die genaue Verlaufsrichtung der Schraffur. Nicht so bei Copic-Markern. Wenn man es beherrscht und nicht so wie ich unten nur mal schnell was hinhuschelt. Außerdem kann man sie übereinander setzen und so Mischen. Der Tintenflusss ist dabei sehr üppig was zum Nachteil der wunderbaren Stifte führt, die Rückseite des Blattes kann man vergessen und mit etwas Pech auch die nächste Seite, weil es so durchdrückt. Wenn man aber größere Flächen perfekt bearbeiten will sind diese Stifte der Hammer. Ich habe ein Set mit 60 Stiften von Touch (sehr gute Alternative zu Copic) mal zum Geburtstag bekommen. Mit ca. 160 Euro ist man hier dabei. Einzelne Stifte gibt es zwischen 3 und 6 Euro. Falls Ihr Euch so einen Stift kauft, bitte immer dran denken (da es ein doppelseitiger Stift ist – eine Seite schmale Spitze, die andere breit), diese Art liegend aufzubewahren, sonst schreibt eine Seite bald nicht mehr so gut. Wenn man auf einzelnen Blättern arbeitet und nicht in einem Buch, macht es viel Freude mit diesen Stiften, wenn man aber in einem Notizbuch arbeitet sollte man unbedingt eine Pappe zwischen die Seiten legen.

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Das sind die vier oben zu sehenden Farben. Und die Leuchtkraft der Töne ist nicht übertrieben dargestellt.

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Copic oder auch Touch sind wie gesagt zweiseitige Stifte. Hier sieht man im Vergleich mal die beiden Spitzen.

Neuland Fine one Brush

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Wahrscheinlich hat jeder so eine Marke, auf die man schwört und die man, auch wenn es günstigere Angebote gibt, stets bevorzugt. Bei dem einen sind das Kleenex Taschentücher, bei dem anderen Apple Produkte, beim nächsten irgendein Bekleidungshersteller, usw. Ich bin eine Neulandmaniac. Ich liebe die Produkte und bin auch von der Qualität nachhaltig begeistert. In jüngster Zeit ist der, klassischer Weise im Bereich Modearationsmaterialien angesiedelte, Hersteller immer mehr auch auf die Bedürfnisse von Menschen eingegangen, die lieber auf kleineren Papierformaten arbeiten, als auf Flipchart oder Moderationswänden. Deswegen gibt es nun auch Fineliner und Brushstifte. Unter letztgenannten kann man sich Stifte vorstellen, deren Spitze wie ein Pinsel geformt ist und flexibel nachgibt. Ich finde das für manche Bereiche super gut. Nachteil ist hier, das noch etwas magere Farbsortiment, das aber zunehmend erweitert wird, der Preis ist so la la (13 Stifte für ca. 20 Euro) dafür hat es aber den sensationellen Vorteil, dass man die Stifte nachfüllen kann, was ich als jemand der viel mit Stiften arbeitet sehr begrüße.

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Aber auch hier drückt es schon mal durch. Nichts desto trotz sind die Stifte im Moment für mich alternativlos, da die Brush Pens von Faber-Castell einen kleineren Pinsel haben und daher für mich und meine Bedürfnisse nicht so gut geeignet sind.

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Sketchnotes Tanja #1

essential 8

Ich betreibe Sketchnotes seit ca. 2-3 Jahren. Genau kann ich das nicht mehr nachvollziehen. Ich weiß noch, dass ich vor ungefähr zwei Jahren in Zagreb bei einem Vortrag der Burnout-Expertin Christina Maslach, das erste Mal so gezeichnet habe, dass es hinterher nicht nur von mir benutzt werden konnte. Aber auch davor habe ich schon reichlich Mindmaps gebastelt. Dann bin ich auf Graphic Facilitating gestossen (zunächst über die Kommunikationslotsen, die, die sensationellen Bikablos von Neuland gebaut haben) und anschließend bin ich auf Amerika und die vielen guten Leute dort aufmerksam geworden. Amerika ist da soviel weiter und fortschrittlicher, dass ich inzwischen nur noch Literatur auf Englisch lese.

Graphic Facilitating ist quasi das gleiche wie Sketchnotes nur in groß. Während Sketchnotes in der Größe meistens über DIN A4 nicht hinausgehen, kann die Arbeit eines Graphic Facilitators mehrere Quadratmeter umfassen und ist daher besonders gut für Veranstaltungen, bei denen man gleich die Ergebnisse des “visuellen Protokolls” mit in die Veranstaltung integrieren möchte. Ich habe das bislang einmal gemacht mit sensationell positivem Feedback und anschließendem Muskelkater in der Schulter (6 Metaplanwände, die höher sind als man selbst, an einem Vormittag zu bemalen ist doch etwas anstrengender als 6 DIN A4 Blätter).  Die auch in Deutschland bekannteste Vertreterin der großen Variante ist wahrscheinlich Brandy Agerbeck, die auf ihrer Seite Loosetooth.com bereits viel bietet, inzwischen aber auch Bücher zum Thema veröffentlicht.

Der Guru der Sketchnoter ist sicherlich Mike Rohde, der Gründer der sketchnote army, bekannt ist aber auch Eva-Lotta Lamm, eine Deutsche, die inzwischen Userinterface Designerin bei Google in London ist.

Und dann gibt es wahrscheinlich inzwischen tausend Leute, wie mich, die irgendwann (bei mir war das in Studententagen) gedacht haben: “Wofür schreib ich eigentlich bei dieser Vorlesung mit?” Nachhaltig waren dieses eliptischen Sätze und fragmentarischen Kommentare nämlich bei mir nie und auch wenn ganze Wälder gerodet wurden, um die Tonnen von Papier herzustellen, die ich während meines Studiums beschrieben habe, konnte ich 99% davon nach wenigen Wochen in den Altpapierkontainer übergeben, weil sich selbst mir nicht mehr erschloss, was dort genau stand. So kamen nach und nach Kürzel, Symbole und in erster Linie Pfeile dazu, die nach und nach Ordnung in das Chaos brachten und zunehmend, lange ausgeschriebene Sätze überflüssig machten und die Nachhaltigkeit nahm stetig zu. Heute bin ich noch lange nicht fertig mit meiner Formensprache, aber ich bin auf einem guten Weg und die vielen Sketchnotes, die ich seitdem gemacht habe, nutze ich immer wieder um mir Gedankengänge nochmal vor Augen zu führen und mich zu erinnern, welche Ideen und Prozesse es gab. Heute beginne ich damit meine Sketchnotes hier zu veröffentlichen, was mich zu der Idee brachte mit etwas Grundlegendem zu beginnen. Denn die Frage, die meistens als erstes ertönt ist: Kann ich das auch lernen? Und die Antwort ist ganz klar: JA! Als ersten Schritt gibt es daher heute die Essential 8 von Brandy Agerbeck.

Zum Üben eigenet sich alles: Buch, Artikel, Videovortrag, Fernsehsendung, Podcast …  Nur los

wie heißt es so schön.

IF YOU NEVER TRY – YOU WILL NEVER KNOW!